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Der sfincione, ein Symbol der Straßenküche in Palermo

Der Sfincione, im Dialekt „u spinciuni“, ist eines der berühmtesten Straßenessen in Palermo und stellt zusammen mit den Arancini und Panelle eines der kulinarischen Symbole der Stadt dar. In Palermo findet man ihn an jeder Ecke, von den Märkten bis zu den Frittierplätzen, und der Sfincione ist eines der traditionellsten und beliebtesten Rezepte der sizilianischen Stadt, welcher in die Liste der traditionellen italienischen Lebensmittel (PAT) aufgenommen wurde.

Früher wurde der Sfincione vor allem in der Weihnachtszeit und zu wichtigen Anlässen zubereitet, während er heute das ganze Jahr über gegessen wird.

Die Tradition besagt jedoch, dass der Sfincione bei den Abendessen am Vorabend der Unbefleckten Empfängnis in Palermo immer serviert wird.

Der Name des Sfincione stammt höchstwahrscheinlich vom griechischen spòngos, oder „Schwamm“, was auf sein Hauptmerkmal hinweist, nämlich seine Weichheit.

Nach der arabischen Ableitung wurde der Begriff stattdessen verwendet, um einen mit Honig angereicherten Pfannkuchen aus weichem Teig zu bezeichnen.

Die Legende besagt, dass das antike Rezept vom Sfincione Palermitano den Schwestern des Konvents von San Vito zu verdanken ist, die diese Spezialität am Silvesterabend zubereiteten. Das von den Nonnen zubereitete Originalrezept vom Sfincione scheint jedoch viel reichhaltiger gewesen zu sein als das jetzige und enthielt auch andere Zutaten wie Hackfleisch, Salami und Erbsen.

Dieses Rezept, das hauptsächlich für den Klerus gedacht war, wurde dann auch vom Volk in einer „ärmeren“ Version vorgeschlagen, mit Sardellen, Zwiebel, Paniermehl und Käse. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde dann die Tomate hinzugefügt, eine charakteristische Zutat für das heutige Rezept.

Andere behaupten stattdessen, dass der Sfincione von Händlern in der Nähe der Porta Sant’Agata erfunden wurde, denen wir auch den „sfincionello“ verdanken, eine kleinere, runde Version des berühmten Sfincione.

Hier ist das Rezept, um den berühmten Sfincione von Palermo zu Hause zuzubereiten.

Zutaten für den Teig

  • 500 Gramm Mehl (Mischung aus gemahlenem Hartweizenmehl und 0 Mehl)
  • 350 ml lauwarmes Wasser
  • 20 Gramm frische Bierhefe
  • 5 Gramm Malz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 2 Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl
  • 10 Gramm Salz
  • Brotkrumen

Zutaten für den Belag

  • 600 Gramm gehackte, geschälte Tomate
  • 5 gesalzene Sardinenfilets
  • 200 Gramm frischer Caciocavallo-Käse im Stück
  • 200 Gramm geriebener Caciocavallo-Käse
  • Salz q.b
  • Frischer Oregano
  • 2 Zwiebeln

sfincione von Palermo

Zubereitung

Leeren Sie das Mehl in einen Behälter, fügen Sie den Zucker und die in etwas warmem Wasser gelöste Bierhefe hinzu und vermischen Sie alles. Weiter arbeiten und Salz und Öl hinzufügen.

Sobald der Teig kompakt genug ist, lassen Sie ihn etwa 2 Stunden aufgehen.

Bereiten Sie dann den Belag zu und braten Sie die in Scheiben geschnittene Zwiebel mit Olivenöl und Wasser etwa 10 Minuten lang an.

Sobald die Zwiebel gebräunt ist, die geschälte Tomate hinzufügen und mindestens 20 Minuten bei schwacher Hitze kochen lassen. Mit Salz und Oregano würzen.

Eine Backform mit Semmelbröseln bestreuen und den Teig ausrollen, der mindestens 1 cm hoch sein muss.

Legen Sie auf den Teig die gesalzenen Sardinen in Stücken, die Scheiben frischen Caciocavallo-Käse und bedecken Sie schließlich alles mit der Tomatensauce.

Zum Schluss den geriebenen Caciocavallo-Käse über die gesamte Mischung geben und eine letzte Schicht Paniermehl hinzufügen, das mit einem Löffel leicht gedrückt werden muss, um die Gewürze aufzunehmen.

Zum Schluss einen Spritzer Öl zur hinzu geben und weitere 30 Minuten ruhen lassen. Bei einer Temperatur von 250 Grad etwa zwanzig Minuten lang backen.

Wollen Sie die Geschichte, das Rezept und die Varianten der sizilianischen Cannoli kennen lernen? Klicken Sie hier!

Wenn Sie in Sizilien sind und lokale Spezialitäten an den besten Orten probieren möchten, probieren Sie unsere Street Food-Tour in Palermo!

Guten Appetit!

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DANIELE

DANIELE

Der Gründer von Do Eat Better stammt aus Genua, hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und eine Leidenschaft für Marketing. Er liebt es, zu reisen und neue Orte und Städte mit den Augen und dem Geschmack der "Einheimischen" zu entdecken.

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